Das Verhältnis von Theorie und Praxis in der transzendentalen Phänomenologie Edmund Husserls

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Beschreibung

Uwe Petersen

 

Das Verhältnis von Theorie und Praxis
in der
transzendentalen Phänomenologie
Edmund Husserls

Neudruck Heidelberger Dissertation von 1964
Referent: Hans-Georg Gadamer
Korreferent: Jürgen Habermas

Mit einem Nachtrag 2007:

Edmund Husserl
als
Handlungsphilosoph

 

 

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Philosophische Reihe
Herausgegeben von
Joachim Heil

ISBN: 978-1-84790-007-4

 

 

Vorwort
Literaturverzeichnis (Dissertation)

Einleitung
I. Teil: Die natürliche Praxis

§ 1 Das Wesen der Praxis

§ 2 Die Struktur des natürlichen Lebens

§ 3 Die apriorischen Gesetze und ihre Bedeutung für das natürliche Leben

§ 4 Das Verhältnis von natürlicher Theorie und natürlicher Praxis

§ 5 Die Rückwirkungen einer objektivistischen Theorie auf die natürliche Praxis

1. Die Theorie als Dienerin der natürlichen Lebenspraxis

2. Die Rückwirkungen einer emanzipierten objektivistischen Theorie auf die natürliche Lebenspraxis

II. Teil: Die Theoria

§ 6 Das Wesen der Theoria

§ 7 Die Methoden der Philosophie

§ 8 Das Verhältnis der Theoria zur vorgängigen Praxis

§ 9 Der Ursprung der Theoria aus der natürlichen Praxis

§10 Das Verhältnis der Theoria zur natürlichen Theorie

1. Das grundsätzliche Verhältnis

2. Die Geschichte der europäischen Wissenschaften

a.) Die Entstehung der europäischen Wissenschaften

b.) Die Erneuerung des platonischen Wissenschaftsideals durch Descartes

c.) Die Europäische Philosophie nach Descartes, ihre Krisis und die Transzendentale Phänomenologie

Edmund Husserls

3. Das Problem der Krisis

III. Teil: Das Leben aus Vernunft
§11 Einleitung

§12 Aufhebung des Objektivismus

§13 Theoria macht den Menschen frei

§14 Theoria ermöglicht bewußtes Handeln

§15 Theoria ermöglicht normatives Handeln

1. Der Übergang der Theoria in die Verwandlung des natürlichen Lebens

a) Der Übergang der Theoria in die Verwandlung der äußeren Praxis

b) Das Wesen der Theoria als Kunstlehre

2. Das Problem der Normhaftigkeit des Lebens aus Vernunft

a) Die Verwirklichung der Ideen als notwendiger Prozeß durch die Varianten

b) Die Idee als statische Norm, der nur eine Verbesonderung gerecht wird

c) Die Abwägung beider Lösungen und der Versuch einer Vermittlung

Schluß
Lebensdaten (aktualisiert)

Nachtrag zur Dissertation

Edmund Husserl als Handlungsphilosoph

A. Warum ist Edmund Husserl ein Handlungsphilosoph?
1. Der selbstbewusste und selbstverantwortliche Wille als kreativer Ausgangspunkt aller Erscheinungen und die Reduktion von Seinsbestimmungen zu Intendiertem im Handeln des Ich

2. Die Einbeziehung sinnlicher Akte in die Handlungen des Menschen

3. Das Wesen des Menschen muss als Tätiges definiert werden

B. Warum wurde Husserl von seinen maßgebenden Nachfolgern nicht als Handlungsphilosoph anerkannt und gewürdigt?

Die Rückholung Husserls in die Seinsontologie durch Heidegger und Gadamer

C. Unzulänglichkeiten von Husserls Handlungsphilosophie

1. Husserls Anliegen, den Objektivismus der Wissenschaften zu überwinden

1.1. Das Wesen von Seinssetzungen und ihr Verhältnis zur Reflexion

1.2. Sinnlichkeit als Dynamik von Werden und Erleben

2. Wie sollte Husserls Handlungsphilosophie weiterentwickelt werden?

Literaturverzeichnis

Als der Herausgeber der Philosophischen Reihe, Dr. Joachim Heil, anregte, meine Dissertation von 1964 „Das Verhältnis von Theorie und Praxis in der Transzendentalen Phänomenologie Edmund Husserls” neu zu drucken, weil ich wiederholt daraus zitiert hätte, das Buch im Handel aber nicht verfügbar sei, und ich mich daraufhin dieser Arbeit wieder zuwendete, merkte ich, wie stark mich meine damalige Beschäftigung mit Husserl geprägt hat. Dies war für mich deswegen etwas überraschend, weil ich zu Beginn meines Philosophiestudiums insbesondere von Hegel und dem jungen Marx eingenommen war.

Angeregt durch Hans-Georg Gadamer wurde ich auf Husserls handlungsphilosophischen Intentionen aufmerksam und fand somit mich in Husserl bzw. Husserl in mir wieder.

Husserl bei dem damaligen Stand seiner allgemein zugänglichen Veröffentlichungen als Handlungsphilosophen zu charakterisieren war sicherlich neu. Ansätze dazu gab es meines Wissens nur von Alois Roth, der auf Husserls ethische Vorlesungen aufmerksam gemacht hatte.

Nach meiner Dissertation, das heißt, in weiteren Schriften ab 1970 bis in die späten 80er Jahre tritt Husserls Bild als Handlungsphilosoph deutlicher hervor, wie insbesondere in der Dissertation von Christine Spahn „Phänomenologische Handlungstheorie. Edmund Husserls Untersuchungen zur Ethik“ herausgearbeitet wird.

Ihre Erkenntnisse einzubeziehen, insbesondere aber deutlich zu machen, warum Husserl als Handlungsphilosoph dennoch so wenig gewürdigt wird und von maßgebenden Nachfolgern wie Heidegger und Gadamer in die Seinsphilosophie wieder zurückgeholt wurde, veranlasste mich, dem Neudruck meiner Dissertation den Nachtrag „Husserl als Handlungsphilosoph“ hinzuzufügen.

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